Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Ausbeutung und Zerstörung als never ending story

Vortrag und Diskussion
AJZ Bielefeld 03.05.2017 19.00 Uhr

Zu den strukturellen Hintergründen von Flucht und Migration aus Afrika

Spätestens seit Geflüchtete und Migrant_innen im langen Sommer der Migration(2015) das europäische Grenzregime vorübergehend aus den Angeln ehoben haben, ist seitens der EU-Regierungen viel von „Fluchtursachen“ die Rede. Diese müssten „bekämpft“ werden, denn nur so seien die Probleme wirklich an der Wurzel zu fassen. Das klingt vernünftig, ist aber aus dem Munde der offiziellen Politik grotesk, bisweilen auch heuchlerisch. Denn die EU präsentiert sich erne als Feuerwehr, wo sie doch selbst allzu häufig als Brandstifterin agiert – gerade in zahlreichen Ländern Afrikas. Die Menschen kommen nicht aus Abenteuerlust, sondern weil ihre Existenzgrundlagen zerstört werden – ob durch Ressourcenkonflikte, Landgrabbing, ungleiche Handelsbeziehungen oder verschuldungsbedingte IWF-Strukturanpassungsprogramme. All dies ist Ergebnis politisch-ökonomischer Macht- und Dominanzverhältnisse, in denen Europa seit kolonialen Zeiten am Drücker sitzt, nicht selten im Wechselspiel mit korrupten, machtversessenen und undemokratischen Eliten im Süden des Globus. Dies und Anderes soll in der Veranstaltung thematisiert werden – einschließlich der Frage, wie wir von Europa aus mitsozialen Bewegungen in Afrika praktisch zusammen arbeiten können.

Olaf Bernau (No Lager Bremen) ist in dem transnationalen Netzwerk „Afrique-Europe-Interact“ aktiv.

Eine Veranstaltung mit Unterstützung vom FemRef Uni Bielefeld

Liebe Geschichte

Film 05.04.2017 20.00 Uhr AJZ Bielefeld

Simone Bader und Jo Schmeiser richten den Blick auf die Nachwirkungen des Nationalsozialismus und der Shoah im Leben der weiblichen Nachkommen von Täter*innen und Mitläufer*innen.
Wie gehen Frauen in Österreich und Deutschland mit der Rolle ihrer Familie im Nationalsozialismus um? Was tun sie mit dem Wissen um deren Beteiligung an der Vernichtung der Juden und Jüdinnen? Wie setzen sie sich heute als Frauen und Feministinnen zu ihrer Familiengeschichte in Bezug? Welche ‚historischen‘ Prägungen können sie an sich selbst beobachten – in ihren Beziehungen, in der Liebe und Sexualität, in ihrem politischen Engagement?
Dokumentarfilm, Österreich 2010, Regie Klub Zwei

Eine Veranstaltung mit Unterstützung vom FemRef Uni Bielefeld

Kommunistischer Widerstand gegen den Nationalsozialismus !!!!!!!!!! FÄLLT AUS !!!!!!!!!!

!!! Da die Referentin kurzfristig erkrankt ist, muss die Veranstaltung an diesem Termin leider ausfallen. Wir bemühen uns um einen Ersatztermin!!!!

Vortrag 22.02.2017, 20:00 Uhr, AJZ Kino

Annemarie Müller, aktives Mitglied der Lagergemeinschaft Ravensbrück/Freundeskreis e.V. erzählt von der Geschichte ihrer 1908 und 1909 geborenen Eltern. Annemaries Eltern waren seit 1930 in der KPD in Hamburg aktiv und beteiligten sich bis zu ihrer Verhaftung im Jahr 1936 am kommunistischen Widerstand. Auch in der Zeit ihrer Inhaftierung in verschiedenen Zuchthäusern sowie den Konzentrationslagern Ravensbrück und Sachsenhausen handelten sie nach ihren politischen Überzeugungen und leisteten Widerstand.
Annemarie Müller wird auch über die Zeit nach dem NS erzählen und davon berichten, wie sie sich auf die Suche nach der Geschichte ihrer Eltern gemacht hat und was diese für sie, für ihre eigene Kindheit und für ihr Leben bedeutet.

Eine Veranstaltung mit Unterstützung vom FemRef Bielefeld

Vortrag | Kriminalisierung von Fluchthelfer*innen

Es gab Zeiten, da war die Tätigkeit der Fluchthilfe in der BRD durchaus sehr angesehen und einzelne Fluchthelfer*innen sind auch schon mal mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Im Rahmen der Abschottung der EU ist der Begriff der Fluchthilfe durch den der „Schlepperei“ ersetzt worden.
Die betreffenden Personen werden kriminalisiert und mit zum Teil äußerst drastischen Strafen verfolgt und die weitere Abschottung der EU wird mit dem Kampf gegen die „Schlepper“ gerechtfertigt, wie z.B. die Militäroperation der EU im Mittelmeer. Über die Systematik und das Ausmaß der Verfolgung wird Harald Glöde (borderline-europe) auf der Veranstaltung berichten.

Donnerstag 26.01.17 | 20 Uhr | AJZ-Kino

[Mit Unterstützung vom FemRef Uni Bielefeld]

Spiel auf Zeit

Lesung 11.07.2016 20.00 Uhr AJZ Bielefeld

Wie steht es um die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit in Deutschland?

Mit dieser Frage beschäftigen sich Nina Schulz und Elisabeth M. Urbitsch in ihrem neu erschienenen Buch ‚Spiel auf Zeit. NS-Verfolgte und ihre Kämpfe um Anerkennung und Entschädigung‘.

Sie geben eindringliche Porträts ausgegrenzter NS-Verfolgter, die für unaufgearbeitete Verbrechen des NS stehen, deren Kämpfe um Anerkennung und Entschädigung bis heute andauern. Wie Steht es um die Politik der Bundesregierung Deutschlands, die in der weltweiten öffentlichen Wahrnehmung als eine gelungene Auseinandersetzung mit der Vergangenheit erscheint? Obwohl die Mehrheit der Verfolgten nie eine Entschädigung erhielten. Beide Autorinnen werden anwesend sein.

Eine Veranstaltung mit Unterstützung vom FemRef Bielefeld