Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Zur aktuellen politischen Situation in der Türkei Info- und Diskussionsveranstaltung | / Türkiye‘de mevcut durum ve gelişmeler hakkında açık oturum ve tartışma toplantısı Gökcan Aydoğan ve Birtan Eren Tonbul / About the current situation in Turkey – Lecture and discussion meeting with Gokcan Aydogan und Birtan Eren Tonbul

29.11.2017 | 20 Uhr | AJZ Bielefeld

Die Veranstaltung findet in türkischer und deutscher Sprache statt. Bei Bedarf wird es eine englische Übersetzung geben.
Ein Ende der finsteren Zeiten in der Türkei ist nicht abzusehen: Die kurdische Frage, die Außenpolitik im mittleren Osten, Imperialismus, Wirtschaftskrise bei gleichzeitiger Hoffnung auf einen Wirtschaftsboom, sunnitische Islamisierung, usw… Viele Fragen und Themen, die miteinander verquickt sind, machen es schwer einen klaren Gedanken zu fassen und in der Auseinandersetzung politisch Position zu beziehen. Gerade in solchen politisch turbulenten Zeiten müssen wir uns auf die Frage konzentrieren, was Erdogan und seine AKP vorhaben: den Aufbau eines neoliberalen autoritären Regimes.
Ungeachtet der komplexen politischen Lage und der Tatsache, dass der türkische Staat zur Zeit den Druck auf politische Gegner erhöht, wird es bei der Veranstaltung auch um die Möglichkeit der Entwicklung sozialer Kämpfe und ihrer inneren Dynamiken in der Türkei, um Praktiken der ‚Linken‘ und die Erfahrungen lokaler sozialer Kämpfe als Reaktion gegen das autoritäre staatliche System gehen.

Gökcan Aydogan ist Redakteur und Herausgeber für den mittleren Osten bei der in Köln ansässigen journalistischen Plattform theregion.org. Birtan Eren Tonbul ist politischer Aktivist und Mitglied der HDP-Jugendverbandes.
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Türkiye‘nin siyasal gündemi açısından „en uzun yılları“ devam etmektedir: Kürt Sorunu, Orta Doğu siyaseti, emperyalizm, ekonomik krizin akabinde büyük ekonomik patlama beklentileri, Sünni islamlaşma vb. Birbiri ile bağlantılı şekilde bir çok sorun ve problem; doğru politik tavır alma noktasında sol siyaset açısından işleri zorlaştırmaktadır. Ancak, bütün bu siyasi çalkantı içerisinde tam olarak da AKP ve Erdoğan‘ın ne yapmaya çalıştığına odaklanmamız gerekmektedir: neoliberal otoriter yapının inşası.
Bütün bu iç içe geçmiş siyasi gündeme rağmen, devlet su anda sistematik olarak tüm muhalifler üzerindeki baskıyı artırırken; Türkiye‘de toplumsal mücadelenin arayışları, olasıkları ve iç dinamiklerinin gelişimi, ’sol‘un deneyimleri, otoriter devlet sistemine karşı bir yansıma olarak yerel mücadele deneyimleri program boyunca tartışılacaktır.

Gökcan Aydoğan, Köln üzerinden yayın yapan theregion.org‘un Orta Doğu editörü olarak çalışmaktadır. Birtan Eren Tonbul, Politik Aktivist, HDP Gençlik Meclisleri üyesi.
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The lecture will be held in Turkish and German. English translation is available!

Turkey’s „longest years“ continue: Kurdish Question, Middle East politics, imperialism, economical crisis next to huge economic „boom“ expectations, Sunni islamification, and so on. A lot of questions and issues interpenetrating each other, messing up with our minds and giving us hard time to take a proper political position. But, in all this political turbulance we need to focus what exactly Erdogan and AKP trying to do: construction of neoliberal authoritativeness.
Despite all this nested political agenda, while the state is currently turning up pressure over all opponents part; the possibilities of developing social struggle in Turkey and its internal dynamics, the practices of ‚left'‘, the local struggle experiences as a reflection against the authoritarian state system will be emphasized during the lecture.

Gokcan Aydogan, working as Middle East editor for theregion.org which is based in Cologne. Birtan Eren Tonbul, political activist, member of HDP‘ Youth Assembly

[mit Unterstützung vom FemRef Uni Bielefeld]

‚vote blanc‘, ungültig wählen, Wahlboykott Alternativen zum ´Kreuz an der richtigen Stelle´

Vortrag 08.09.2017 20.00 Uhr Bielefeld

Nicht wählen, ungültig stimmen, nach wahlpolitischen Alternativen suchen, das „kleinere Übel“ wählen, herkömmliche Wahlen durch Losziehverfahren ersetzen…?

Diverse (vermeintliche) Alternativen zur Stimmabgabe für die klassischen bürgerlichen und sozialdemokratischen Parteien wurden in den vergangenen Jahren in Frankreich intensiv diskutiert. Vorschläge wie z.B. Losziehverfahren zur Bestimmung politischer Repräsentation und die offene Suche nach radikal- oder basisdemokratischen Ansätzen mischten sich dabei beständig. Manche dieser Vorschläge wurden, sei es ernsthaft oder zum Schein, auch durch politisch links stehende Parteien übernommen.

Ein durch die damalige sozialdemokratisch-grüne Regierung eingeführtes Gesetz von Anfang 2014 regelt, dass vote blanc (ungültige Stimmen) offiziell als eine Wahlhandlung anzuerkennen sind. Allerdings ist die gefundene „Lösung“ nach Auffassung quasi aller, die nach Alternativen zu den herkömmlichen Parteien suchen, absolut unbefriedigend. Denn die ungültigen Stimmen werden zwar mitgezählt, wenn die Wahlbeteiligung berechnet wird – nicht jedoch, wenn die Prozentanteile der Parteien/Listen kalkuliert werden. Jüngst forderte die Wahlplattform des Linksnationalisten und Linkssozialdemokraten Jean-Luc Mélenchon, La France insoumise (ungefähr: „Das aufsässige Frankreich“) eine offizielle Anerkennung der ungültig abgegebenen Stimmen und ihre Berücksichtigung im Gesamtwahlergebnis, allerdings bei gleichzeitiger Befürwortung der Einführung einer „Wahlpflicht“.

Bernard Schmid gibt einen Überblick über die Wahlboykott-Kampagne in Frankreich und skizziert Handlungsmöglichkeiten mit Blick auf die Bundestagswahl im September 2017.

Bernard Schmid lebt und arbeitetet in Paris und ist als freier Journalist und Autor tätig. Seine Themenschwerpunkte sind die extreme Rechte in Frankreich und Europa, Algerien und das französischsprachige Afrika, Gewerkschaften und soziale Bewegungen in Frankreich.

Eine Veranstaltung mit Unterstützung vom FemRef Uni Bielefeld

Mobiveranstaltung zu den Gegenaktivitäten gegen den „Marsch für das Leben“ am 16.09. in Berlin

Freitag, 01.09.17 – 22.00 im AJZ – Heeperstr. 132, Bielefeld What the fuck!

Aus dem Aufruf des What the fuck Bündnis:

„Marsch für das Leben“? – What the fuck!
Abtreibungen legalisieren – Weg mit Paragraph 218!
Für den 16. September 2017 mobilisieren „Lebensschützer“ zu einem „Marsch für das Leben“ in Berlin. Wir rufen zu Protesten gegen den „Marsch“ auf. Letztes Jahr kamen 5.000 Menschen zusammen, die für ein generelles Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen auf die Straße gingen und ihr christlich-fundamentalistisches Weltbild zelebrierten. „Lebensschützer“ wollen Abtreibungen verbieten, hetzen gegen queere Menschen und wollen die heterosexuelle Familie als wichtigste Stütze der Gesellschaft halten …

Unsere Antwort: Demonstrieren, Sabotieren!
Für eine befreite, emanzipatorische Gesellschaft!
Gegen christlichen Fundamentalismus und reaktionäre Ideen!“
Ihr wollt mehr wissen? Dann kommt zur Veranstaltung!

Veranstaltet von Akzent_in in Kooperation mit dem Fem*Ref des AstA der Uni Bielefeld

Im Anschluss: GENDER FUCK PARTY

Ausbeutung und Zerstörung als never ending story

Vortrag und Diskussion
AJZ Bielefeld 03.05.2017 19.00 Uhr

Zu den strukturellen Hintergründen von Flucht und Migration aus Afrika

Spätestens seit Geflüchtete und Migrant_innen im langen Sommer der Migration(2015) das europäische Grenzregime vorübergehend aus den Angeln ehoben haben, ist seitens der EU-Regierungen viel von „Fluchtursachen“ die Rede. Diese müssten „bekämpft“ werden, denn nur so seien die Probleme wirklich an der Wurzel zu fassen. Das klingt vernünftig, ist aber aus dem Munde der offiziellen Politik grotesk, bisweilen auch heuchlerisch. Denn die EU präsentiert sich erne als Feuerwehr, wo sie doch selbst allzu häufig als Brandstifterin agiert – gerade in zahlreichen Ländern Afrikas. Die Menschen kommen nicht aus Abenteuerlust, sondern weil ihre Existenzgrundlagen zerstört werden – ob durch Ressourcenkonflikte, Landgrabbing, ungleiche Handelsbeziehungen oder verschuldungsbedingte IWF-Strukturanpassungsprogramme. All dies ist Ergebnis politisch-ökonomischer Macht- und Dominanzverhältnisse, in denen Europa seit kolonialen Zeiten am Drücker sitzt, nicht selten im Wechselspiel mit korrupten, machtversessenen und undemokratischen Eliten im Süden des Globus. Dies und Anderes soll in der Veranstaltung thematisiert werden – einschließlich der Frage, wie wir von Europa aus mitsozialen Bewegungen in Afrika praktisch zusammen arbeiten können.

Olaf Bernau (No Lager Bremen) ist in dem transnationalen Netzwerk „Afrique-Europe-Interact“ aktiv.

Eine Veranstaltung mit Unterstützung vom FemRef Uni Bielefeld

Liebe Geschichte

Film 05.04.2017 20.00 Uhr AJZ Bielefeld

Simone Bader und Jo Schmeiser richten den Blick auf die Nachwirkungen des Nationalsozialismus und der Shoah im Leben der weiblichen Nachkommen von Täter*innen und Mitläufer*innen.
Wie gehen Frauen in Österreich und Deutschland mit der Rolle ihrer Familie im Nationalsozialismus um? Was tun sie mit dem Wissen um deren Beteiligung an der Vernichtung der Juden und Jüdinnen? Wie setzen sie sich heute als Frauen und Feministinnen zu ihrer Familiengeschichte in Bezug? Welche ‚historischen‘ Prägungen können sie an sich selbst beobachten – in ihren Beziehungen, in der Liebe und Sexualität, in ihrem politischen Engagement?
Dokumentarfilm, Österreich 2010, Regie Klub Zwei

Eine Veranstaltung mit Unterstützung vom FemRef Uni Bielefeld