20.12.2017 20.00 Uhr

*Die Rote Zora – Eine Spurensuche*

Ein Vortrag von Katharina Karcher

Die „Rote Zora“ wurde Mitte der 1970er Jahre von ein paar Aktivistinnen aus der radikalen Linken und der Frauenbewegung gegründet, die mit militanten Mitteln gegen Sexismus und Gewalt gegen Frauen kämpfen wollten. Viele Menschen, die in den 1970er und 1980er Jahren politisch aktiv waren, erinnern sich noch an die Gruppe und an einige ihrer Aktionen. Viele jüngere Aktivist*innen dagegen haben noch nie von der „Roten Zora“ gehört.

In ihrem Vortrag gibt Katharina, die seit einigen Jahren zur Geschichte des militanten Feminismus forscht, einen kurzen Überblick über die Geschichte, die Organisation und die Positionen der „Roten Zora“ und veranschaulicht an Beispielen, wie kontrovers die Aktionen der Gruppe in der Frauenbewegung in den 1970er und 1980er Jahren diskutiert wurden. Anders als in England, wo beispielsweise die militanten Aktionen der Suffragetten als Teil der vielfältigen Geschichte der Frauenbewegung betrachtet werden, ist die „Rote Zora“ in der Literatur über die deutsche Frauenbewegung bisher kaum mehr als eine Fuβnote.

Katharina Karchers Buch „Sisters in Arms? Militant Feminisms in federal Republic of Germany since 1968″ analysiert die Rolle von konfrontativen und militanten Protestaktionen in der Neuen Frauenbewegung.